Hacker knacken E-Mail Account des Holocaust-Leugners Irving
Für gewöhnlich bucht David Irving seine Termine für eine Lesung mit einem anderen Namen. Irving wurde als Historiker mit dem Schwerpunkt zweiter Weltkrieg bekannt.
Diesen Bekanntheitsgrad hat er allerdings nur zu einem geringen Teil seine Forschungen zu verdanken. Vielmehr erlangte er seinen “Ruhm” durch offensichtliche Geschichtfälschungen. So trieb er etwa die Zahl der Todesopfer des Dresdner Bombenanschlages künstlich in die Höhe getrieben.Auch seine Aussage, dass es in Auschwitz nie ein Konzentrationslager gab, sorgte in vielen Ländern für Aufruhr. Deshalb wurder er auch in Österreich zu drei Jahren Haft verurteilt. Seit diesen Aktionen ist Irving kein gern gesehener Vorleser mehr. Nur eingefleischte Irving Anhänger erfahren, wann und wo er aus seinen neuen Texten vorliest.
Vor kurzem gelang es den “Antifaschistischen Hackern” den AOL-Mail-Account von Irving zu knacken und Teile seiner privaten Korrespondenzen ins Netz stellten.Damit brachten sie eine von Irving geplante Veranstaltung in New York zum Platzen. Die Hackergruppe setzte damit ein Zeichen im “Kampf” gegen David Irving.
Gleich darauf wurde noch dazu einige private Daten des umstrittenen Historikers auf der Webseite Wikileaks zur Schau gestellt. Auch die Unterstützer Irvings, die seine Bücher gekauft hatten beziehungsweise Geld gespendet haben, kamen nicht ungeschoren davon. Denn auch deren Namen und Adressen waren auf der Seite wiederzufinden. Die Aktivisten sprachen von einem ersten Schritt in der Bekämpfung David Irvings und seinen Anhängern.
Der Schriftsteller Irving meinte hingegen im Magazin Wired, dass das gesamte veröffentlichte Material nicht den Tatsachen entspreche und somit frei erfunden sei. Bei allen Leuten, die laut veröffentlichter Liste Tickets bestellt bzw. Bücher gekauft haben, entschuldigte sich der Historiker in seiner Stellungnahme und sprach dabei von jugendlichen Cyberwidlingen, die ihm schaden wollen.
Während einige die Hacker als Helden feiern, sind einige andere, nich nur Irvings Anhänger, von der Art und Weise wie gegen Irving vorgegangen wurden nicht überzeugt. Neben der ganzen Aufregung um diese Aktion macht aber eine weitere Fragen die Runde: Ist es legal, dass Wikileaks anonyme Veröffentlichungen von geheimen Dokumten veröffentlicht? Einer der Aktivisten der Seite, Daniel Schmitt meinte dazu: “Wir Aktivisten verfolgen eine ganz klare Linie, und veröffentlichen alles, sofern es sich tatsächlich um originale Dokumente handelt.
Überprüft werden die Veröffentlichungen auf Seite allerdings kaum. Denn die User sind es, die darüber entscheiden, ob Informationen interessant genug sind, um auf der Seite veröffentlicht zu werden. Bei einigen Veröffentlichungen, die bis jetzt getätigt wurden sind sich die Jungaktivisten selbst nicht sicher. Im Fall Irving halten sich die Zweifel aber in Grenzen.
Quelle: www.zeit.de











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