Emissionsbetrug nack Hacker-Angriff
Zur Zeit versuchen sich alle Unternehmen und Staaten in Europa an dem Handel mit Emissionszertifikaten zu beteiligen. Aktuell rechnet man dem Emissionshandel das größte Potenzial zur Reduzierung der Schadstoffemissionen bei.
Durch neue marktwirtschaftliche Regulierungen sollen nun die private und die staatliche Wirtschaft zur Energiesparmaßnahmen gebracht werden. So werden etwa weniger Emissionen durch den niedrigeren Verbrauch von Öl und Gas verbraucht.
Wer sich mit einem Auktionshaus auskennt, wird auch dieses System verstehen. Staaten und Firmen kaufen sich Emissionszertifikate und verbrauchen diese dann. Umso weniger sie verbrauchen, umso mehr können sie am Ende in dafür eingerichtete Handelssysteme verkaufen. Will nun ein Unternehmen oder ein Staat zusätzliche Abgase verschleudern, muss er mehr Zertifikate kaufen.
Wie fast überall, ist auch hier ein krimineller Verband aktiv, da es um viel Geld geht. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) vom Umweltbundesamt und das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigten nun, dass sich Hacker über Pishing-Mails Zugang zu Datenbanken verschafft haben.
Die Mails wurden mit der Absenderkennung der DEHSt versendet. Auf der Webseite wurden nun die Nutzer dazu aufgefordert, die ihnen zugeteilten Register-Benutzerdaten anzugeben.
Der Grund ist, Ironie pur, der Schutz vor angeblich bevorstehenden Hacker-Angriffen.
Die Täter haben im Anschluss Emissionsrechte an Konten in Dänemark und in Großbritannien überwiesen. Dort sind die Rechte erneut weiterverkauft worden. Nach Angaben der Financial Times Deutschland (FTD) sind mindestens 9 Betrugsfälle bekannt.
Zu den „Opfern“ zählen nicht nur Industriebetriebe, sondern auch Energieversorger und Händler.
Mittlerweile dürften die Emissionszertifikate jedoch nutzlos sein, da der Emissionshandel in einigen Ländern eingestellt wurde und zudem jede Transaktion aufgrund einer einmaligen ID rekonstruierbar sei.











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