“Cyberbulling” nimmt immer weiter zu

Was in der realen Welt leider schon sehr verbreitet ist, scheint jetzt auch langsam den Weg in die virtuelle Welt zu finden. Das im Volksmund unter “Mobbing” bekannte seelische Schikanieren und Qüälen von anderen Menschen wird nun auch immer mehr zum Problem im Internet. In den letzten Wochen und Monaten nahm die Zahl der Fälle, in denen es zu Mobbing via Internet oder Handy kam dratisch zu. In Fachkreisen wird hierfür der Begriff “Cyberbulling” verwendet.

Opfer dieses “Cyberbullings” sind überwiegend Mädchen, die in vielen Fällen mit Telefoanrufen terrorierst werden. Dies reicht oft sogar bis zur sexuellen Belästigung hin. Auch Online-Chats und Online-Communities werden junge Jugendliche immer häufiger beleidigt und bedroht. Eine härtere Form des “Mobbings” ist das “Happy Slapping”. “Ziel” dieser Aktionen ist es sich in der realen Welt Opfer auszusuchen, und diese sowohl verbal als auch körperlich zu demütigen. Meistens zeichnet einer der Täter diese Straftaten mit seinem Handy oder seiner Digitalkamera auf. Danach versenden die Täter diese Videoclips per Mail oder stellen sie auf einer Homepage zur Schau. Dadurch wird der seelische Schmerz der betroffenen Person noch einmal verstärkt. Im Unterschied zur realen Welt, fallen die Beleidigungen und Bedrohungen in der Online-Welt noch um einiges hemmungsloser aus, da sich die Täter hierbei wesentlich anonymer fühlen.

Besonders prekär ist die Situation in Großbritannien: Alleine unter den elf bis 16- Jährigen geht die Organisation “Beatbullying” von bis zu 340 000 Opfer aus. “Beatbullying” wurde im März 2009 als Online-Beratungsstelle für Opfer von sogenannten “Cyberbulling-Attacken”. Seit Start der Beratungsstelle suchten bereits über 200 000 Jugendliche Hilfe. Aber auch in den anderen europäischen Ländern wird die Situation nicht besser.  So nimmt beispielweise auch in Deutschland die Zahl der bekannten Fälle immer mehr zu. Wer Opfer eines solchen seelischen Gewaltverbrechens wird, sollte sich umgehend an eine erwachsene Vertrauensperson wenden, um gegebenfalls die Täter bei der Polizei anzuzeigen. Auch auf Youtube finden sich bereits einige Informationsvideos zum Thema “Happy Slapping”, die den Opfern Mut machen sollen sich jemanden anzuvertrauen.

Quelle: http://de.news.yahoo.com

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