Ende der Netzneutralität? Telefónica bittet zur Kasse

In Zukunft möchte der spanische IT-Riese Telefónica zusätzlich Profit erwirtschaften, indem man Geld für die Nutzung der eigenen Netze verlangt. „Die Suchmaschinen nutzen unser Netz, ohne dass sie irgendetwas dafür bezahlen“, sagte der Sprecher César Alierta von der Telefónica-Gesellschaft.
Mit dieser Aussage dürften natürlich die großen Suchmaschinen wie Google, Bing und Ask.com gemeint sein. Weiter sagte der Sprecher: „Das ist schön für sie, aber schlecht für uns. Aber es ist auch evident, dass dies nicht so weitergehen kann.“.
Die spanische Gesellschaft ist einer der ersten der großen Anbieter, die sich gegen eine sogenannte Netzneutralität ausspricht und von den großen Suchmaschinen eine Gebühr erhalten wollen.
Der Suchmaschinenbetreiber Google ist durch das Crawlen des Internets für rund 6 Prozent des Datentransfers im Internet zuständig. Dies teilte die dpa mit. Nach Angaben von Alierta soll das Unternehmen Telefónica zu einer großen Plattform für Dienstleistungen ausbauen. Allerdings nicht kostenlos: „Wenn aber die Märkte glauben, dass wir bei alldem keinen Cent kassieren werden, haben sie sich komplett geirrt.“.
Dienstleistungsanbieter wie Google, Bing und Amazon kaufen jedoch bereits die Anbindung bei dem Betreiber der Rechenzentren ein. Somit bezahlen die Dienstleister bereits für den Datentransfer und würden somit doppelt bezahlen.
Auch bei erfahrenen Internet-Bloggern regt sich der Widerstand, immerhin wird bereits jetzt doppelt für den Traffic der entsteht, bezahlt.
Der Endkunde zahlt mit dem Abschluss seines Telefon- und Internetzugangs um somit auf die Website zugreifen zu können und dann noch einmal der Dienstleistungsanbieter der sich ein Server, bzw. ein Rechenzentrum gemietet hat. Auch der Anbieter des Rechenzentrums muss für den Datentransfer zahlen.

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