Schweizer-Abofallen Firma unterliegt der Wettbewerbszentrale

Auslöser für den Streit sind die beiden Webseiten lebensprognose.com und 88sms.de. Die Schweizer Firma Internetservice AGB bot auf ihren Seiten scheinbar kostenlose Dienste an. Unter diesem Deckmantel wurden persönliche Daten zur Eingabe gefordert. Das diese Informationen allerdings doch kostenpflichtig sind, ist nur verdeckt auf der unteren Seite zu finden. 

Wie aus einer Mittelung der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hervorgeht, hat die Schweizer Firma auch in zweiter Instanz verloren. Solche preisverschleiernde Angebote, wie etwa auf lebensprognose.com, dürfen nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin diese Dienste nicht mehr angeboten werden.

Bestes Beispiel für diese verschleiernden Angebote ist die Seite lebensprognome.com. Unter dem Titel “Teste heute deine Lebenserwartung… Wie alt wirst du? werden Besucher angelockt. Klickt man dann auf diesen Link, wird man zur Eingabe der persönlichen Daten gebeten. Dass dieser Test 59 Euro kostet, kann man erst feststellen, wenn man den Fließtext am Ende der Seite liest.

Ähnlich wurde das Ganze auf www.88sms.de praktiziert. Hier sollte man seine persönlichen Daten angeben, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Ebenso wie auf der anderen Seite ist erst im Fließtext am Ende der Seite ersichtlich, dass durch die Teilnahme ein Jahresabonnement abgeschlossen wird und 96 Euro fällig werden.

Die Schweizer Firma musste bereits im Juni 2007 nach einem Urteil des Landesgericht Berlin dazu aufgefordert worden, diese Dienste vom Netz zu nehmen. Die Internetservice AG legte gegen diese Entscheidung jedoch Berufung ein, wodurch das Kammergericht eingeschalten wurde, dass das Urteil der Vorinsatz bestätigt.

Quelle: zdnet.de

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